Image Hosted by ImageShack.us"
Persönlich
Gedichte

Hallo liebe Leser!

Hier können Sie einige meiner eigenen
Gedichte lesen, die ich schrieb. Meistens
habe ich ein damals aktuelles Thema damit verarbeitet! Also geben sie auch ein wenig
von meinen Gefühlen und Gedanken preis,
die sich jedoch schon längst wieder
verändert haben können, ... ebenso, wie
meine Meinungen!

 

 

 

 

Die Nelke

Ich bin ein kleines Blümelein
und stehe hier im Garten.
Oft seh´ich kleine Dinge fein,
oft muß ich auch nur warten.

Menschen laufen oft hier herum,
sie lassen es für uns regnen,
das find´ich überhaupt nicht dumm,
man sollte sie dafür segnen.

Ich habe sehr viele Geschwister hier,
ich weiß nicht, was sie denken -
ich hoffe nur, sie bleiben bei mir,
auch das wird man schon lenken.

Gestern kam ein Hund gelaufen,
schnupperte hier und dort,
dann hörte ich ihn nur noch schnaufen,
- dann war er wieder fort!

Die Vöglein hör´ ich allzugern,
sie zwitschern immer froh.
Sie fliegen nach nah und fern,
ich wünscht - ich könnt´das so.

Ich hab so viele Wünsche drauf,
viel Große und auch Kleine,
ich warte schon so lang darauf,
erfüllt werden mir Keine!

Grad übers denken, übers schauen,
vergehn so schnell die Tage,
ich kann der Zeit schon nicht mehr traun,
-- der Gedanke ist mir eine Plage!

Und doch - stehe ich in meiner Erde
und warte - bis ich verwelke, ...
ich hoffe immer, daß es noch werde,
aber ich bin ja nur eine Nelke!!

27.10.79

 

LIEBER GOTT - ich soll jetzt beten,
Kann ich Dir alles anvertrauen???
Hab´meine Mama heut getreten,
sie hat mich dafür nicht gehauen!

Warst Du eigentlich mal klein?
Ich find, es ist ein schweres Leben.
Manchmal sind alle zu mir so fein,
dann wieder schimpfen sie, wie ein Beben!

Ich find es oft so ungerecht,
da muß ich soooo früh schlafen
und gelingt es mir gar schlecht,
so droht man mir mit Strafen.

Ich will doch immer artig sein,
nur glückts nicht immer so,
das findet Mama nicht so fein
und ich bin auch nicht froh.

Kannst Du mir da nicht helfen, GOTT??
Das wär sooooooo lieb von Dir.
Ich geh doch auch schon auf den Pott,
ist das nicht fein von mir?

Mama sagt, Du wohnst dort droben
und bist auch ziemlich alt -
ich komme auch zu Dir nach oben,
--- na dann bis bald!!

Okt.79

 

 

Der Storch

Der Storch auf meinem Dach
hält dies´Jahr keine Wacht -
das Nest dort oben bleibt wohl leer,
es ist spät, er kommt nicht mehr.

Wo mag er dieses Jahr nur sein?
Oft stand er da, auf einem Bein.
Wenn er anflog, hat es immer gerauscht,
auf das Klappern habe ich gerne gelauscht.

Die neue Straße hat ihn sicher verjagt,
die Erbauer wissen nicht, wie mich das plagt.
Mein treuer Freund - sie nahmen ihn mir,
er war für mich ein “Lebenselexier”!!

Ich hör´ein Rauschen - ich renn´vor´s Haus -
es war ein Auto - um sonst kam ich heraus!
Werd´ich es je begreifen? Ich weiß es nicht -
es ist, als fehle mir zum Leben das Licht!

Vielleicht kommt er wieder? Im nächsten Jahr!
Ich hoffe so sehr - es werde doch wahr, -
lieber Storch, komm´wieder auf mein Dach!!
Ich vermisse dich so sehr - ach!

23.4.89

 

 

Eine “stille” Nacht

Ich sitze draußen - es ist Nacht,
ich seh´ nicht Viel - mein Ohr hält Wacht.
Ein unerwartetes Krächzen, ganz nah, dann weiter fort,
war wohl ein Vogel oder ein Kauz, von diesem Ort.

Es knistert ganz leise in Strauch und Baum,
es ist ruhig - Zeit für einen schönen Traum.
Plötzlich schreit ein Baby - nein zwei!
Aaach nein - es sind Katzen ... drei!

Das Mondlicht scheint durch die Wolken,
Kühe sind längst schon gemolken,
durch die Bäume säuselt ganz sacht´der Wind,
lange schon schlafen wird mein Kind.

Da pirscht eine Katze zu mir heran,
sie ist skeptisch, das sieht man ihr an.
Ihre Gesten fallen dabei ins Gewicht,
doch ganz zu mir traut sie sich nicht.

Fledermäuse fliegen um die Laternen
fangen Mücken und verschwinden in der Ferne.
Ein Auto fährt die Straße entlang,
das Geräusch verliert sich hinter´m Hang.

Der Wind bewegt so allerhand,
ein Fensterladen knallt gegen die Wand.
Woanders klappt die Tür ins Schloß, -
Gedanken ballen sich zu einem Koloß.

Dort - ich sah gerade einen Blitz,
das find´ich toll - ist gar kein Witz!
Nun fängt es auch zu nieseln an,
kommt das gewitter zu uns heran?

Doch der Mond scheint noch sehr hell.
Da huscht eine Katze, hinter ihr ein Gesell.
Ich hör´ ein ausgedehntes, lautes: “muuuh”,
die Kette klirrt - schlecht geträumt, die Kuh?

So ist die stille Nacht doch sehr bewegt,
weil allerhand sich in ihr regt.
Der Gesang einer Nachtigall fehlte mir sehr,
ohne diesen scheint die Nacht doch leer -

eben doch eine “stille” Nacht!!!!


21.Mai 1986

 

 

Politik

Die Politik soll ganz allgemein
die Lehre von der Staatsführung sein.
Politiker werden vom Volk gewählt,
danach wird das Volk von ihnen gequält!

Die Politiker arbeiten, wie besessen -
kein Bürger kann das je ermessen!!!
Das Resultat sieht auf der Hand
der “kleine Bürger”, in jedem Land!

Die Deutschen sind ja sooo hilfsbereit,
wenn jemand aus der Ferne schreit!!
Als Landsmann ist es äußerst dreist,
wenn du womöglich auch mal schreist!

Herzlich willkommen soll jeder sein
im weltgrößten Asylantenheim,
fühlt euch ganz zu Hause in unserm´Land,
was ihr braucht, geben wir euch auf die Hand!

Unsere Politiker unterstützen das sehr,
wir geben euch gerne, immer mehr,
Die Wirtschaft zu euch; marsch, marsch!
Wir kriegen dann den Tritt ...

Die Deutschen zahlen überall hin,
für ihn selbst ist gar nichts mehr drin.
Und da das nicht so weitergeht,
wird die Schraube eben wieder höher gedreht.

Es werden neue Gesetze erlassen,
worüber alle Bürger nur erblassen.
Die Klagen finden kein Politikerohr,
denn schließlich geht Außenpolitik vor!!

ALG II, Harz IV, Gesundheitsreform,
das schmälert die Menschenwürde enorm!
Politiker haben wieder was zu lachen,
mit den Deutschen kann man es ja machen!!

Sie kümmern sich so rührend um den Frieden,
die armen Köpfe qualmen schon und sieden!
Für viel Geld hält der Feind dann die Treue,
Oh, meine Güte, wie ich mich freue!!!

Untereinander können wir uns nicht mehr leiden,
drum braucht auch niemand Streit vermeiden.
Zusammenhalt ging längst schon verloren,
nämlich da, als der Wohlstand ward geboren!

Das Dilemma ist so riesengroß,
die Hände fallen nur noch in den Schoß.
Vaterlandsliebe hilft lange schon nicht,
des Deutschen Herz zerbricht!!!

Politik und Volk - so hat´s den Schein,
müssen zwei ganz getrennte Welten sein.
Der Bürger weiß nicht, was Politiker wollen,
Politiker nicht, worüber die Bürger grollen.

Vom fetten Jahresgehalt im Monat weichen?
Womöglich Privatflüge aus den Spesen streichen?
Nein, dann nagen sie am Hungertuch gleich -
dann hauen sie lieber den Bürger weich!!!

Politiker werden vom Volk gewählt!!
Danach wird das Volk von ihnen gequält.
Die Politik soll ganz allgemein,
die Lehre von S t a a t s f ü h r u n g sein???


15. März 1989

 

 

 

Definition!

Unter Krankheit wird sie nicht geführt,
obwohl man so sehr unter ihr leidet,
sie ist doch schmerzhaft, wenn man sie spürt,
ich kenne Niemand, den sie meidet!

Auch als Sucht ist sie nicht anerkannt,
wo hat man sie wohl abgebucht?
Viele haben sich die Finger verbrannt,
sicher ist, daß man sie nicht sucht!!

Gedanken jagen sich bis zum Erhitzen,
das Herz entflammt, der Puls rast auch,
gerötete Haut, man kommt ins Schwitzen,
ein kribbeln verteilt sich da im Bauch.

Sie spitzt sich zu und tobt sich aus,
egal in welchem Bereich,
sie lässt nicht locker, zwingt Dich heraus,
die Knie werden weich!

Sie quält Dich bis zu ihrem Sieg!!!
Wenn Du dann nachgegeben hast,
verfolgst, was sie Dir vorgespielt,
zerfällt sie Dir als große Last,
.......
die Sehnsucht!!

1996

 

 

 

Das letzte Blatt

Das letzte Blatt an jenem Baum
hatte einen wunderbaren Traum.
Doch der Winter kam - kalt und feste,
das Blatt klammert sich an die Äste.

Es verlor schon fast die Kraft
und welk hing es an seinem Ast,
doch gab es die Hoffnung nicht auf,
die Kälte machte ihm nichts aus.

Am nächsten Morgen setzten Winde ein,
ein Sturm naht schon - oh, wie fein!!
Dann lies das Blatt voller Freude los
und setzte sich auf des Sturmes Schoß.

Zusammen wirbelten sie auf und ab,
vorbei an den Häusern.....das war knapp,
hinauf in den Himmel - so war es schön,
konnte es nun noch die Erde besehen!

Es sah ein Dorf, Stadt, Felder und Wald,
Kindergesang durch die Lüfte schallt.
Der Sturm tobte übermütig immer weiter
und Beide waren dabei so herrlich heiter.

Im Freudentaumel verlor es dann den Halt,
Der Sturm war schon fort, dem Blatt wurde kalt.
Ganz sachte kreiste es zur Erde hinunter,
es war nicht traurig, nein, immer noch munter!

Wurde doch erfüllt, der sehnlichste Traum,
den es da hatte, an seinem schönen Baum.
Es torkelte auf den Boden, ein wenig schief,
wo es für immer entschlief.

1990

 

 

 

Betrachtungsweise


Von innen nach außen betrachtet
ist der Mensch , wenn man beachtet ,
wie sein Körper funktioniert -
ein Mysterium , das reagiert.

Intilligenz wurde ihm eingehaucht ,
doch hat er diese nie gebraucht ,
weil sein Instinkt ihn zu sehr leitet
und damit Macht und Gier verbreitet.

Schaut man jedoch von außen nach innen ,
so sieht man gleich , die Menschen spinnen !
Kommen sich so großartig vor
handeln aber nur , wie ein Tor.

Zerstören ihren eigenen Lebensraum
verfolgen alle nur irgendeinen Traum ,
im Gegensatz zu Zeit und Raum
sieht man das Menschenleben kaum.

Einhundert Jahre , wie verschwindend klein ,
kann im Weltraum doch nur ein Lacher sein ,
wo Planeten Milliarden von Jahren bestehen
kann man das Menschenleben nicht einmal sehen.

9.1.90

 

 

 

 

 

 

 


30.7.07 23:26


Gratis bloggen bei
myblog.de